Spanien

Kulinarische Entdeckungsreise zwischen Tapas und Meeresfrüchten

Eine kulinarische Reise durch Spanien bedeutet Vielfalt pur, und all diese köstlichen Ziele liegen nur wenige Flugstunden von Nürnberg entfernt. Ob Festland oder Inseln: Jede Region bringt ihre eigenen Geschichten auf den Teller. 

Kulinarik auf Spaniens Festland

Alicante – Reis, Meer und süße Versuchungen

Die Costa Blanca schmeckt nach Salz und Sonne. Alicante gilt als Heimat eines der ikonischsten Reisgerichte Spaniens: Arroz a Banda. Dabei zieht ein intensiver Fischfond zusammen mit Knoblauch tief in die Reiskörner ein, sodass jeder Löffel nach Mittelmeer schmeckt. Serviert wird das Gericht häufig mit Alioli. In den Küstenorten locken außerdem Tintenfisch aus der Pfanne, saftige Gambas und frisch gegrillte Doraden, oft direkt aus dem Meer auf den Teller.

Blick über eine farbenfrohe mediterrane Stadt mit dicht stehenden Häusern, roten und weißen Dächern sowie einer hell angestrahlten Kirche mit blauer Kuppel; im Hintergrund das Meer und ein Schiff auf dem Wasser.
In Alicante treffen Altstadt-Charme und Meeresbrise aufeinander - eine Kombination, die sich auch in der abwechslungsreichen Küche wiederfindet.
Große Pfanne mit einer goldbraun gebratenen Paella, garniert mit roten Paprikastreifen, Meeresfrüchten und Zitronenspalten; oben liegen zwei versilberte Gabeln auf dem Reis.
Aromatischer Arroz a banda mit goldener Kruste und sanft gerösteter Paprika garantieren mediterranes Flair mit jedem Bissen.

Zum süßen Abschluss darf Turrón aus Jijona nicht fehlen: eine zart schmelzende Nougatspezialität. Perfekt dazu passt ein Glas Fondillón, ein seltener, charaktervoller Dessertwein aus der Region Alicante.

Barcelona – Kreative Küche zwischen Tradition und Avantgarde

Katalonien ist eine kulinarische Bühne und Barcelona ihr strahlender Mittelpunkt. In den Markthallen La Boqueria oder Santa Caterina reiht sich ein Geschmackserlebnis ans nächste: knusprige Bomba-Kartoffelkroketten, hauchzarter Schinken vom Pernil-Stand und fangfrische Austern.

Die katalanische Küche liebt Kontraste. Mar i Muntanya, die Kombination von Fleisch und Meeresfrüchten, gehört zu ihren Klassikern, ebenso vielfältige Arroz-Gerichte, die je nach Region und Saison immer wieder neu interpretiert werden.

Nahaufnahme eines Marktstands auf dem La‑Boqueria‑Markt in Barcelona mit zahlreichen bunten, getrockneten Chilischoten und Paprikabündeln, die dicht nebeneinander von oben herabhängen.
In den Markthallen von La Boqueria findet sich ein aromatisches Panorama von Gewürzen bis hin zu Süßspeisen.

Und abends? Pintxos im Stehen in den Gassen von El Born, begleitet von einem typisch katalanischen Ritual: ein Glas Vermut negro, mit einem Spritzer Sifón gemildert und einer Scheibe Orange serviert. Oder doch lieber ein Menü in einem der zahlreichen Michelin-Sterne-Restaurants, in denen Barcelona seine avantgardistische, kreative Seite auslebt.

Abendaufnahme von Barcelona mit den beiden venezianischen Türmen an der Plaça d’Espanya, einer hell erleuchteten Allee und dem beleuchteten Palau Nacional vor einem farbenprächtigen Himmel.
Barcelona im warmen Abendlicht – der perfekte Moment, um den Tag ausklingen zu lassen und in die Aromen der katalanischen Küche einzutauchen.

Girona – Wo Kataloniens Herz im Kochtopf schlägt

Nur einen Katzensprung entfernt und doch ein völlig anderes kulinarisches Lebensgefühl: Girona steht für Slow Food pur. Hier wird Suquet de Peix, ein aromatischer Fischeintopf mit Meeresfrüchten aus den nahegelegenen Küstenorten, mit Andacht zubereitet.

In den Tavernen der Altstadt liegt der Duft von Escalivada in der Luft: gegrilltes Gemüse, verfeinert mit Olivenöl und Kapern. Zum Nachtisch darf ein Xuixo nicht fehlen: das ikonische, frittierte Gebäck, gefüllt mit zarter Puddingcreme. Die Region hat übrigens einige der bedeutendsten Küchen Spaniens hervorgebracht und ist ein Ziel für alle, die das Authentische, Ursprüngliche und Entschleunigte suchen.

Auslage in einer Bäckerei mit mehreren Stücken ‚Xuixo de Xocolata‘, länglichen Gebäckstücken mit knuspriger Zuckerkruste und teilweise mit Schokolade überzogen, präsentiert auf einem Holzbrett mit Preisschild.
Ein frisch gebackener Xuixo macht jeden Stadtbummel in Girona noch ein bisschen besser.
Die bunten Häuser Gironas am Ufer des Flusses Onya im Abendlicht.
Abende in Girona laden zum Entspannen und Entschleunigen ein.

Málaga – Tapas-Tradition und andalusische Leichtigkeit

Málaga ist ein Paradies für alle, die Essen am liebsten unter freiem Himmel genießen – und das mit Blick auf das weite Meer. Direkt am Strand werden Espetos, Sardinen am Spieß, über offenem Feuer gegrillt. Dazu passt Ajoblanco, eine kalte Mandel-Knoblauch-Suppe: leicht, frisch und typisch andalusisch.

Boot am Strand von Malaga auf dem ein Spieß mit Sardinen über einem offenen Feuer geräuchert wird. Der Himmel ist blau und im Hintergrund sieht man das Meer.
Die Espetos werden frisch zubereitet und direkt am Strand gegrillt.
Die Innenstadt von Malaga an einem warmen Sommertag.
Nach einem ausgiebigen Stadtbummel verwöhnt Málaga mit herzhaften Gerichten und Sundowner-Drinks.

In den Altstadtgassen warten Tapas-Kneipen, die Berenjenas con Miel (frittierte Auberginen mit Zuckerrohrsirup) servieren, oder Rabo de Toro, geschmorter Ochsenschwanz. Und wer es prickelnd mag, probiert den lokalen Vino de Málaga, einen süß-würzigen Likörwein.

Valencia – Die Wiege der Paella

Wer Valencia besucht, begegnet einem Mythos: der echten Paella Valenciana, traditionell mit Huhn, Kaninchen und grünen Bohnen. Ein Kultgericht, das man am besten in einem Dorf außerhalb der Stadt probiert. Dort, wo die Paella-Pfannen über Orangenholz glühen.

Traditionelle Paella, die über einem offenen Feuer zubereitet wird.
Von der Paella gibt es zahrleiche Varianten, doch die original Paella Valenciana genießt man am besten in einem authentischen Restaurant in Valencia.

Die Stadt selbst lockt mit bunten Markthallen wie dem Mercat Central, gefüllt mit Orangen, Tomaten und iberischem Schinken. Dazu passt ein Glas Agua de Valencia, eine Mischung aus Orangen, Gin, Wodka und einem Hauch Sonne im Glas, oder eine Horchata de Chufa, ein erfrischendes Getränk aus Erdmandeln, Zimt und Zucker.

Markthalle Mercat Cenral an einem sonnigen Tag in Valencia
Bereits die Fassade des Mercat Central deutet auf die bunten Stände und vielfältigen Leckereien hin, die man in den Markthallen finden kann.
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Kulinarik auf Spaniens Inseln

Mallorca – Bauernküche und Sternemomente

Mallorca schmeckt nach Mandelblüten, Kräutern und Meersalz. Tumbet, ein traditioneller mallorquinischer Gemüseauflauf, ist ein klares Bekenntnis zur mediterranen Bodenständigkeit. Auf jede Brotplatte gehört die sogenannte Sobrassada, eine luftgetrocknete Paprikawurst. Am besten zusammen mit Pa amb oli, frischem Brot und Olivenöl.

Ein Kartoffelauflauf von Mallorca hübsch angerichtet auf einem gelben Teller
Bodenständigkeit und Fine Dining werden auf Mallorca vereint - zum Beispiel bei diesem edlen Tumbet.
Ein mallorquinischer Schmalzkuchen auf einer Mauer am Meer. Das Wasser ist hellblau und die Sonne scheint.
Auf Mallorca lässt sich das süße Leben am Besten mit einem Ensaimada am Strand genießen..

Wer es süß mag, greift zur warmen, puderzuckerbestäubten Ensaimada, ideal zum Kaffee am Vormittag. Und für Gourmets hält die Insel zahlreiche Sternerestaurants bereit, die mallorquinische Traditionen auf kreative Weise neu interpretieren.

Fuerteventura – Die Insel der Ziegen und des Meeres

Die karge Landschaft Fuerteventuras bringt einzigartige Aromen hervor. Allen voran der berühmte Queso Majorero, ein würziger Ziegenkäse, oft mit Paprikarinde verfeinert. Dazu passen perfekt Papas Arrugadas, salzgeschrumpelte Runzelkartoffeln, serviert mit Mojo Rojo oder Mojo Verde, den charakteristischen roten und grünen Soßen, die jedem Gericht das gewisse Etwas verleihen. Abgerundet wird die Küche durch frischen Fisch, besonders den Papageifisch.

Papas Arrugadas serviert mit einer roten Soße.
Die Papas Arrugadas werden mit Meersalz verfeinert und haben einen einzigartigen Geschmack.

Gran Canaria – Vielfalt auf kleinem Raum

Auf Gran Canaria trifft man auf eine Küche voller Vielfalt: von herzhaften Inselgerichten bis hin zu exotischen Früchten aus dem Inselinneren.

Bananenplantage auf Gran Canaria mit Bananen Stauden, blauem Himmel und grünem Gras.
Die Bananen aus Arucas zeigen Gran Canaria von ihrer süßen. fruchtigen Seite.
Gericht aus Gran Canaria welches aus Maismehl hergestellt wird.
Gofio wird für zahlreiche schmackhafte Gerichte, herzhaft wie süß, verwendet.

Die berühmten Bananen aus Arucas, Gofio (geröstetes Getreidemehl) in Suppen oder als Dessert, marinierter Pulpo oder Ropa Vieja, wortwörtlich „schmutzige Wäsche“, ein herzhafter Kichererbseneintopf – zeigen, wie experimentierfreudig die grancanarische Küche ist. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis mit einem Glas Ron Arehucas, dem lokalen Rum.

Teneriffa – Vulkanische Aromen und kräftige Weine

Teneriffa ist ein Genussziel für Weinliebhaber: Die vulkanischen Böden der Insel verleihen Weiß- und Rotweinen eine unverwechselbare Mineralität, die Weinliebhaber begeistert. Dazu passen die kanarischen Klassiker wie Puchero Canario, ein Eintopf aus verschiedenen Fleischsorten und Kichererbsen.

An der Küste locken frische Fischgerichte, besonders Cherne (Zackenbarsch) ist ein Muss. Und kein Besuch endet ohne ein süßes Highlight: Barraquito, der berühmte geschichtete Likörkaffee, kombiniert Kondensmilch, Likör und Espresso zu einem einzigartigen Dessertgenuss.

Das Bild zeigt einen kanarischen Kichererbseneintopf.
Der Puchero Canario vereint die Vielfalt der Vulkaninsel.
Blick aufs Meer bei Sonnenuntergang
Auf Teneriffa bietet es sich an, den Tag bei einem Glas lokalen Weins ausklingen zu lassen.
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