Energiemanagement

Versorgung mit 100% Ökostrom


Mit 4,1 Millionen Fluggästen, 1.000 eigenen Mitarbeitern und rund 4.000 Beschäftigten am Standort ist der Albrecht Dürer Airport Nürnberg eine kleine Stadt für sich – mit einem entsprechenden Bedarf an Energie. Im Rahmen seines Energiemanagements stellte der Flughafen ab 2018 auf eine Versorgung mit 100 Prozent Ökostrom um.

Die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung hatte der Airport bereits in den Vorjahren gestellt: So wurden Hangar-Dachflächen mit Solarmodulen bestückt.

LED-Leuchtmittel am Flughafen


Im Parkhaus P1 sind 852 Leuchtstoffröhren verbaut, im P2 1.710 und im P3 1.111 Stück. Nahezu alle sind auf LED umgerüstet. Der Vorplatz wird mit etwa 300 Leuchten erhellt, die mit Hochdruckentladungslampen von 70 W und 150 W bestückt sind und sukzessive auf LED umgestellt werden.

Insgesamt werden durch die Umrüstung auf LED am Airport Nürnberg 1.651.615 kWh Strom eingespart.

Hackschnitzelwärme für den Flughafen


Der Airport Nürnberg wird von seinem direkten Nachbarn, dem Landwirt Peter Scherzer, mit Fernwärme beliefert. Mit seinem Hackschnitzelkraftwerk kann dieser so viel Energie gewinnen, dass er damit sowohl seine Gewächshäuser als auch verschiedene Gebäude des Airport Nürnberg mit Wärme langfristig und umweltfreundlich versorgen kann.

Anfangs werden 2.200 Kilowatt geliefert, später können bis zu 4.300 Kilowatt bezogen werden. Mit 4.300 Kilowatt könnte man beispielsweise 360 Einfamilienhäuser versorgen. Positiv ist nicht nur, dass zwischen den Nachbarn Synergien genutzt werden, sondern auch, dass das Hackschnitzelkraftwerk umweltfreundlich ist. „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei der Verbrennung nur so viel CO2 freisetzt wie er als Baum aufgenommen hat. Er ist also fast klimaneutral, da auch die Transportwege kurz sind“, so Dieter Herold, Leiter der Umweltabteilung.

Einsatz alternativer Energien

Die Flughafen Nürnberg GmbH muss ihre Gäste, Mieter, Partner und Mitarbeiter mit Energie versorgen. Der Heizenergiebedarf neben der Hackschnitzelwärme wird über eine Heizzentrale abgedeckt, die bereits seit 1987 zu ca. 90% Erdgas als Energieträger verwendet. Bedarfsspitzen werden durch Heizöl ausgeglichen.

Eine ständige Überwachung durch den TÜV Bayern und das Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg belegen regelmäßig, dass wir die zulässigen Schadstoffemissionen deutlich unterschreiten. Unsere Gebäude werden mit Heizwärme, Warmwasser und Frischluft versorgt. Dabei setzen wir zur Einsparung von Energie Wärmerückgewinnungsanlagen ein.