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Mallorca mal anders: Urlaub im Winter

Luca Eberhardt -

Während sich im Sommer die Touristen durch die engen Altstadtgassen schieben, hat die Hauptstadt im Herbst und Winter die Ruhe weg. Das macht sich überall bemerkbar, vor allem beim Bummeln und Shoppen in der malerischen Altstadt. Sogar in den Szene-Cafés von Santa Catalina bekommt man problemlos einen Platz.


Auch an den Stränden, an denen sonst die Liegen und Sonnenschirme ausgebucht sind, geht es deutlich ruhiger zu. Bis Ende November lässt es sich bei Wassertemperaturen nahe 20 Grad noch im Meer baden. Danach gehören die Strände allen, die das Rauschen des Meeres lieben und gerne kilometerweit entlang der Brandung über leere Strände spazieren.

Wer den Frühling vorzieht, sollte ab Mitte Januar nach Mallorca fliegen: Dann nämlich öffnen die rund sieben Millionen Mandelbäume auf der Insel ihre weißen oder rosafarbenen Blüten und sorgen damit für ein einzigartiges Naturschauspiel.


Endlich Wandern!

Im Hochsommer ist es im Landesinneren oft so heiß, dass Wandern nicht wirklich ein Vergnügen ist. In den kühleren Monaten dagegen bietet Mallorcas Klima perfekte Bedingungen zu Ausflügen mit großartigen Aussichten. Vorbei an alten Mauern führt etwa der Wanderweg GR 221 durch das Tramuntana-Gebirge. Entlang des Weges gibt es Hütten, ähnlich denen in den Alpen.



Auch Radfahrern bietet der Winter auf Mallorca perfekte Bedingungen. Wer dem deutschen Schneematsch davonfliegt, kann zwischen Oktober und April herrliche Radtouren durch die Berge machen. Wer etwa in Alcuida mit seinen beeindruckenden historischen Gebäuden startet und dann durch Son Severa und Sa Coma radelt, findet hervorragend in Schuss gehaltene Straßen, ein grandioses Panorama und zahlreiche Möglichkeiten einzukehren, um sich Mallorcas Köstlichkeiten schmecken zu lassen.



Apropos Küche: Gerade im Winter überzeugt die rustikale mallorquinische Küche mit köstlichen Gerichten. Unbedingt probieren sollte man Ensaïmades (Mallorcas typisches Schmalzgebäck, siehe Bild), Sobrasadas (mallorquinische Streichwürste) und Turrón (eine Süßspeise aus Mandeln und einer Zucker-Ei-Mischung). Auch Coques (Pizza-ähnliche Gemüseküchlein), Kaninchen, Spanferkel und viele Rezepte rund um das aromatische Fleisch des Iberico-Schweins finden Touristen auf Speisekarten der Restaurants, die sich auf regionale Zutaten spezialisiert haben. Szenetipp: der Streetfood Markt „San Juan“ in Palma.


Winterzeit ist Museumszeit!

Am Carrer de la Portella liegt eines der schönsten Museen der Stadt, untergebracht im Renaissancepalast Can Aiamans. Der zeitliche Rahmen der Dauerkunstausstellung beginnt mit der Talayot-Kultur, die unter anderem durch eine faszinierende Kriegerstatue vertreten ist. Besonders schöne Exponate finden sich unter den Relikten der maurischen Epoche. Zur Sammlung gehören aber auch Stücke aus dem 20. Jahrhundert.



Palmas größtes Museumsprojekt seit langem, das Museu d’Art Modern, ist im wuchtigen Baluard de Sant Pere untergebracht (siehe Bild). Dieses renommierte und unbedingt sehenswerte Museum widmet sich der zeitgenössischen Kunst. 3.000 Kunstwerke, darunter Gemälde von Picasso und Mirò, sind zu bestaunen.


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