Zurück zur Übersicht

Israel erleben - Tel Aviv, Jerusalem und Totes Meer

Christian Albrecht -

Das schmale Land am Mittelmeer ist unglaublich facettenreich und hat einiges zu bieten. Israel ist dynamisch, entspannt, multinational, gleichzeitig aber auch inspirierend, spirituell und religiös. Egal ob Sonnenanbeter, Partygänger oder Kulturinteressierter: Hier kommt jeder auf seine Kosten.

Tel Aviv - Die schillerndste Metropole Israels

Am Stadtstrand von Tel Aviv

Ab Nürnberg fliegt man (z. B. mit Germania; Flüge immer donnerstags und montags) auf direktem Weg in das boomende Tel Aviv, das „Miami des Nahen Osten“. In rund dreieinhalb Flugstunden landet man am Tel Aviv Ben Gurion Airport (TLV), nicht weit außerhalb der Großstadt. Mit dem Taxi kostet die Fahrt ins Zentrum rund 120 Schekel, also um die 30 Euro. Alternativ kann der Transfer kostengünstiger mit dem Bus oder mit der Bahn ins Stadtzentrum erfolgen (zur Detailbeschreibung).

In Tel Aviv gibt es eine Vielzahl von Hotels, die im gesamten Stadtgebiet zu finden sind. Wer gehoben, aber etwas außerhalb wohnen möchte, kann das Leonardo Boutique Hotel in der Habarzel-Straße nutzen. Tipp: Hier gibt es ein reichhaltiges und sehr leckeres Frühstück, das auch das Mittagessen ersetzen kann. Zudem werden zahlreiche neue Hotels direkt am Stadtstrand gebaut.

Rothschild Blvd. - Das Herz der Stadt

Ein Mix aus New York und Rio de Janeiro

Wer einen Kurztrip plant, hat wenig Zeit. Daher empfiehlt es sich eine Reiseführung zu buchen. Eine englischsprachige Reiseführerin, die sich bestens in der Stadt auskennt und den ein oder anderen Insider-Tipp parat hat, heißt Libi (Kontaktdaten am Ende des Artikels). Neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Rothschild Boulevard weiß sie viel über die Menschen, die in Tel Aviv leben. „Es ist ein Schmelztiegel. Die unterschiedlichen Kulturen machen die Stadt so interessant“, so Libi. Für sie ist Tel Aviv ein Mix aus New York (Kunst und Kultur) und Rio de Janeiro (Strandleben). Natürlich gibt es auch viele Häuser im berühmten Bauhausstil zu bewundern, die neben der Skyline das Stadtbild prägen.

Für Individualtouristen und Backpacker ist das Abraham Hostel ein möglicher Anlaufpunkt. Es ist das wohl größte Hostel der Welt und betreibt zudem ein Reisebüro sowie eine Dachterrassen-Bar. Die sogenannten Rooftop-Bars sind ohnehin begehrte, aber auch teuere Ausgehziele in Tel Aviv. Die Preise für Cocktails (rund 15 Euro) und Bier (rund 8 Euro, 0,5 Liter) sind sehr hoch.


Orientalisches Essen und viele Abwandlungen

Im Allgemeinen muss für Lebensmittel und vor allem fürs Essengehen mehr Budget eingerechnet werden. Dafür ist aber für jede Geschmacksrichtung etwas dabei. Damit alles probiert werden kann, wird eine sogenannte Bite Card-Tour angeboten. Am Levinsky Markt werden bei dieser Tour Probierhäppchen an unterschiedlichen Ständen gereicht. Hier wird beispielsweise Burek (Blätterteig mit Käse- und Kartoffelfüllung), Reis mit spezieller Gewürzmischung und Hummus (orientalische Spezialität aus pürierten Kichererbsen) serviert. 

Gerade Hummus wird von jedem Restaurant anders interpretiert und hergestellt. Leckeres Hummus mit selbst gemachter Limonade gibt es im Restaurant Hummus Hason (Herzl Street 59). Das familiengeführte Restaurant mixt dem Hummus Shakshuka (eine nordafrikanische und israelische Spezialität) hinzu.

Küche im claro;

Ein Abendessen der Extraklasse bietet das Restaurant claro;, das zu den Top-Adressen in Tel Aviv gehört. Das Haus, in dem jetzt gegessen und getrunken wird, war früher eine geheime Station des Mossads, dem zentralen Nachrichten- und Sicherheitsdienst. Nicht viele Restaurants können von sich behaupten, die frühere Basis eines Nachrichtendienstes gewesen zu sein. 

Vorspeisentipp: im Ofen gerösteter Brokkoli mit Senf-Vinaigrette, Speck-Butter und Parmesan, 54 Schekel (rund 13 Euro).  

Brokkoli im claro;

Tel Aviv im Überblick

Totes Meer - Der tiefste Punkt der Erde

Das Tote Meer liegt mit 420 Meter unter dem Meeresspiegel und gilt somit als tiefster Punkt der Erde. Von Tel Aviv aus erreicht man das Gewässer in rund zwei Autostunden. Es ist für seinen hohen Salzgehalt bekannt.

Das Baden in dem abflusslosen See ist ein besonderes Ereignis. Der Auftrieb ist so stark, dass man nicht schwimmen muss. Man schwebt im Wasser – und das ohne mit den Füßen oder Händen zu paddeln. Neben der spaßigen Attraktion wird dem Wasser auch heilende Wirkung nachgesagt. Gerade für Menschen mit Hautkrankheiten kann das Planschen gesundheitsfördernd sein.

Viele Hotels betreiben Wellness-Einrichtungen, die ebenfalls Anwendungen anbieten. So auch das Leonardo Plaza Hotel Dead Sea, das eine große Poollandschaft und einen Spa-Bereich führt. Es liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt. Ein Bus-Shuttle bringt die Gäste in regelmäßigen Abständen zum Toten Meer.

Jerusalem - Reise in die Vergangenheit

Klagemauer

In der Hauptstadt von Israel spielen die unterschiedlichen Religionen und die Historie eine große Rolle. Für Juden, Christen und Muslime ist es ein wichtiger Ort und eine Pilgerstätte. Die Klagemauer, der Ölberg, die Grabeskirche, der Felsendom und die al-Aqṣā-Moschee sind nur ein Bruchteil der bedeutsamen Bauten, die viele Menschen anziehen. 

In Jerusalem sind auffällig viele Soldatinnen und Soldaten zu sehen. Das liegt daran, dass jeder und jede Wehrpflichtige(r) einmal die Stadt besichtigt haben muss.

Die gesamte Altstadt wird zur Sicherheit mithilfe unzähliger Kameras überwacht. Laut der Stadtführerin wurde Jerusalem 36-mal erobert, 17-mal dem Erdboden gleichgemacht und 18-mal wieder aufgebaut.

Jerusalem liegt rund eine Autostunde von Tel Aviv entfernt. Es fahren Busse in die 850.000-Einwohner-Stadt. Auch in Jerusalem gibt es eine Vielzahl von Hotels. Gehobene Ausstattung bietet beispielsweise das Ramada Jerusalem Hotel, das unweit vom Knesset (Parlament) und vom Israel-Museum entfernt liegt.

Daniel beim Ausschenken

Nachtleben in Jerusalem

Der Mahane Yehuda Markt ist tagsüber der größte Markt Israels. Nachts verwandelt er sich in den Hotspot der Bar-Szene. Die Marktstände werden dann kurzerhand zu Kneipen umfunktioniert. Selbst ein Gebetsort wird zu später Stunde eine Gaststätte. 

Daniel Nahmias (Kontaktdaten am Ende des Artikels) bietet eine Nacht-Tour an und führt so durch das Partyleben in Jerusalem. Er betreibt selbst eine Bar und kennt sich hervorragend in der Szene aus.

Essen in Jerusalem

Für das Abendessen eignet sich das Restaurant Jacko’s Street, das nicht in der gleichnamigen Straße, sondern in der Agripas Street 74 liegt. Hier gibt es israelisches Essen gemixt mit kurdischen Einflüssen. Es ist gut für Vegetarier geeignet. Laut dem Eigentümer kocht das Team regelmäßig für das Parlament bei Staatsempfängen. Zu empfehlen ist hier das Pilzrisotto.

Pro-Tipp: Die Dessertplatte ist üppig und lecker. Beim Hauptgang schon an die Nachspeise denken und Platz lassen.

Jerusalem im Überblick



Kontaktdaten zu Stadtführer/innen

Libi Cohen

Esti Ballhorn - Haviv

Daniel Nahmias

Unterstützt durch Marken- und Produktplatzierungen inkl. Affiliate-Links