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Fliegen in Zeiten von Corona - Maßnahmen der Airlines

Tanja Brezinski -

Nach Monaten des Stillstands nimmt der Verkehr am Himmel langsam wieder Fahrt auf. Was tun die Fluggesellschaften für die Sicherheit der Passagiere und des Personals in Zeiten von Corona? Wir haben uns die Maßnahmen der Lufthansa Group, von Corendon Airlines, von Air France-KLM, von TUI fly  und von SunExpress angeschaut.

Lufthansa Group

Der Lufthansa Group, zu der die Fluggesellschaften Eurowings, Austrian Airlines und Swiss International Air Lines gehören, ist die Sicherheit der Passagiere ein großes Anliegen. Zum Schutz vor COVID-19 sind Passagiere und Crew dazu verpflichtet, während des Boardings, des Flugs und beim Verlassen des Flugzeugs eine Schutzmaske zu tragen. Als Hygienemaßnahme erhalten die Passagiere zudem ein Desinfektionstuch, um die Oberflächen der Sitzplätze reinigen zu können. Der Bordservice findet in vereinfachter Form statt, das heißt offene Speisen werden momentan nicht ausgegeben. Bei der Lufthansa Group werden die Flugzeuge vor und nach jedem Flug gereinigt und desinfiziert.

Informationsseite von Lufthansa

Corendon Airlines

Drei Stunden vor Abflug ist bei Corendon Airlines nun ein Online Check-in möglich. Wer sich mit einem unbekannten Sitznachbarn unwohl fühlt, dem wird die Option geboten, einen zusätzlichen freien Sitzplatz zu buchen. Die Airline bittet ihre Passagiere, mit möglichst wenig Gepäck zu reisen und auch Handgepäck aufzugeben, um persönlichen Kontakt zu vermeiden. Schutzmasken und -handschuhe können an Bord käuflich erworben werden. Beim Einsteigen werden die Passagiere in kleine Gruppen aufgeteilt, die nach und nach das Flugzeug betreten – natürlich nur mit Schutzmaske. Um ein möglichst kontaktloses Flugerlebnis zu schaffen, wurden alle unnötigen Druckprodukte aus den Sitztaschen entfernt. Die Flugzeuge werden vor jedem Flug zusätzlich intensiv gereinigt und desinfiziert.

Informationsseite von Corendon Airlines

Luftfilter an Bord

Fast alle Passagierflugzeuge verfügen über sogenannte Schwebstoff- oder Hepa-Filter (High Efficiency Particulate Air-Filter). Die Klimaanlagen an Bord sorgen dafür, dass die Luft im Innenraum innerhalb kurzer Zeit ausgetauscht wird.


TUI fly

Möchte man mit dem Ferienflieger TUI fly seine Reise antreten, wird die Bordkarte erst ausgestellt, sobald man eine Gesundheitserklärung abgegeben hat. Sofern diese nicht ausgefüllt wurde, kann die Fluggesellschaft den Transport verweigern. Auch die Freigepäckmenge ist beschränkt und jeder Passagier darf nur ein Handgepäckstück mit an Bord nehmen. Essen und Getränke können vorab bestellt werden, da die Vorräte an Bord begrenzt sind.

Informationsseite von TUI fly

Air France-KLM

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft teilt ihre Passagiere beim Boarding ebenfalls nach Zonen ein, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Auch hier ist die Maske obligatorisch. Hungrig bleibt man bei Air France KLM auf den Flügen jedoch nicht: bei Flügen innerhalb Europas werden ein Sandwich, eine Knabberei und Wasser auf den Sitzen bereitgelegt. Auf längeren Reisen gibt es weitere gastronomische Angebote. Auf ein Kissen muss der Fluggast jedoch aktuell verzichten. Sollte ein Passagier während des Fluges plötzlich Krankheitsanzeichen zeigen, gibt es sogenannte „Corona-Kits“ an Bord, die den erkrankten Passagier und die Crew durch spezielles Equipment schützen.

Informationsseite von Air France-KLM

SunExpress

Bei SunExpress, dem Zusammenschluss der deutschen Lufthansa und der türkischen Turkish Airlines, ist ebenfalls ein früherer Check-In als gewöhnlich möglich (bei internationalen Flügen drei Stunden vor Abflug, für alle Inlandsflüge ab zweieinhalb Stunden vor Abflug). Bequem und unkompliziert kann man bei der Airline auch vorab online einchecken und sich bereits seinen Lieblingsplatz sichern. Das Tragen von Masken ist auch hier verpflichtend, auf Handgepäck muss verzichtet werden. Sofern möglich, versucht die Airline den Mittelsitz freizulassen, damit der nötige Sicherheitsabstand gewahrt werden kann. Sollte ein Shuttlebus zum oder vom Flugzeug eingesetzt werden müssen, werden zudem maximal 50% der verfügbaren Plätze belegt. Die regelmäßige Reinigung und Desinfektion des Flugzeuges ist auch hier obligatorisch. 

Informationsseite von SunExpress


Was alle Airlines gemein haben: Sie bitten die Passagiere, genügend Zeit für angepasste Sicherheitskontrollen mitzubringen, sich an die gängigen Hygieneregeln zu halten und genügend Abstand zu wahren. Sofern sich alle an die vorgegebene Standards halten, sollte einer sicheren Flugreise und einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege stehen. 


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