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Amsterdam like a local

Sebastian Holzki und Fritz Lenssen -

Weit weg von Madame Tussauds, Seightseeing-Touren und deutschen Junggesellenabschieden! Unser Wunsch war es, Amsterdam auf eine komplett neue Art und Weise zu entdecken und zu betrachten. Aus Sicht eines Locals. Wir zeigen euch die schönsten Orte und Aktivitäten fernab von Käse, Klompen und Cannabis.


Music Credit: Dj Quads • Track Name: "Give Me Somebody" • Music By: Dj Quads @ https://soundcloud.com/aka-dj-quads • Original upload HERE - https://www.youtube.com/watch?v=JzCs_ • Music promoted by NCM: https://goo.gl/fh3rEJ


Los geht's


3:45 Uhr, der Wecker klingelt und wir öffnen übermüdet die Augen. Es dauerte jedoch nur wenige Augenblicke, da ergriff uns die Reiselust. Wir machten uns auf den Weg zum Flughafen und die 4-tägige Amsterdam-Exkursion konnte beginnen. Am Airport Nürnberg kamen wir schnell und entspannt zum Gate. Basti erhielt von der Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines sogar ein Upgrade zu einem Economy Comfort-Sitzplatz.

Schließlich setzte KLM ihre Embraer um 7:15 Uhr Ortszeit sicher auf der Landebahn des Luchthaven Schipol in Amsterdam auf. Wir mussten anschließend nicht einmal fünf Minuten auf unser Gepäck warten und es ging per Intercity auf direktem Wege in unser Hostel.



Wir ließen uns etwas außerhalb des Zentrums nieder, weil wir der Überzeugung waren, so mehr von der ganzen Stadt mitnehmen zu können.

Aufgrund der frühen Abflugzeit machten wir erst einmal eine Pause im nahegelegenen Nelson Mandela Park, in dem wir uns in den kommenden Tagen des Öfteren aufhalten sollten. Sehr entspannt begannen also unsere 4 Tage, in denen wir Amsterdam mit anderen Augen zu sehen versuchten, als denen des klassischen Touristen. Mit unzähligen Tipps von Freunden und Bekannten im Gepäck ging es dann auf in Richtung Innenstadt.


Cycle the City


In der „Speichenstadt“, in der täglich mehr als 60 Prozent der Bewohner auf das Fahrrad steigen, gab es für uns natürlich keine Alternative, als nicht auch auf eine der robusten Leihstahlkonstruktion samt zweier Reifen zu steigen. Entlang der berühmten Grachten, den Hausbooten und schmalen Häusern mit Giebelfassaden, spulten wir täglich mehr als ein Dutzend Kilometer ab, um so die verwinkeltsten Flecken Amsterdams erreichen zu können. Hundert Euro für zwei Räder an drei vollen Tagen ist wahrlich kein Schnäppchen, allerdings wäre man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bei ähnlichen Preisen gewesen. 



Da die meisten unserer Ziele maximal eine zehnminütige Fahrradfahrt voneinander entfernt waren, war das die beste Entscheidung die wir hätten treffen können. Zumal wir uns schnell einen Überblick über die Innenstadt verschaffen konnten. Viele Orte sind sowieso nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar.

Die Entscheidung, ein Hostel etwa 30 Fahrradminuten vom Zentrum entfernt zu beziehen entpuppte sich in unserem Fall als echter Geheimtipp. Alle drei Nächte in Folge wurde aus der dreißigminütigen Heimfahrt eine zweistündige Erlebnisreise. Ob spontane Videoidee oder Heineken-bedingtes Hungergefühl, grölende, in roten Rauch gebettete Ajax-Fans, inspirierende Orte, die zum Innehalten verführen oder minderjährige K-Pop-Fans (Korean- Pop), die mehr als 24 Stunden zwischen den Absperrgittern einer Konzerthalle verharrten, um am Folgeabend die erste Reihe vor der Bühne zu erobern - es fanden sich immer Gründe, die Fahrräder abzustellen.


Der Blick durch die Linse



Der Blick durch die Linse zwang uns vielerorts zur direkten Interaktion mit den Einheimischen. Diese Begegnungen waren es, welche unserem Bild von der Stadt nachhaltig eine ganz neue Magie verleihen sollten. An wenigen von uns bisher besuchten Orten erfuhren wir soviel Offenheit und Positivität wie in Amsterdam. Wir ließen uns von Amsterdam aufsaugen, ohne Reiseführer, dafür mit offenen Augen und Ohren und dem Drang, die Stadt aus der Perspektive unterschiedlichster Persönlichkeiten und Typen zu erleben. Immer wieder trafen wir auf Ansässige, die offen waren, uns Tipps zu geben und uns beim Vorhaben „Amsterdam like a Local“ zu erleben, tatkräftig zu unterstützen.



Kulinarische Köstlichkeiten

Natürlich machten wir es uns auch zur Aufgabe die kulinarischen Köstlichkeiten der niederländischen Hauptstadt zu erkunden. Von ganzen sogenannten „Foodhallen“, über die traditionellen Stroopwaffelen und Pommes, bis hin zu holländisch angehauchtem Asiafood.



Meisterliches Ajax

Fußballfans feiern in der Straße.

Direkt an unserem ersten Abend schlenderten wir auf unseren Bikes an Grachten, Coffeeshops und Käseläden vorbei, als uns eine immer lauter werdende Masse aufhorchen ließ. Im ab den Abendstunden pochenden Herzen Amsterdams angekommen, dem Leidseplein, kamen wir aus dem Staunen kaum noch heraus. Tausende Menschen, gekleidet in den Farben des Hauptstadtklubs Ajax Amsterdam, tobten, feierten und sangen durch die frühe Nacht. Sie hatten auch jeglichen Grund dazu, denn Ajax gewann zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder die niederländische Meisterschaft. Obendrauf gewannen sie ebenso den nationalen Pokal und standen im Halbfinale der Champions League.



Unser Fazit

Wir sind unglaublich dankbar und noch immer überwältigt von dem was wir erleben und welche netten Menschen wir kennenlernen durften. Unser besonderer Dank gilt hierbei noch mal KLM, dem Flughafen Nürnberg und der TH Nürnberg, ohne die die Reise so gar nicht möglich gewesen wäre. Möge die Reiselust alle Lesenden dazu veranlassen, die Koffer unter dem Bett hervorzukramen und das vielfältige Angebot des Flughafens Nürnberg zu durchforsten.