Die Reise in den Urlaub beginnt schon bei der Anfahrt zum Flughafen – denn je entspannter der Fluggast eintrifft, desto angenehmer gestaltet sich der Reiseverlauf. Gerade deshalb ist der Airport Nürnberg – der Flughafen der kurzen Wege – der ideale Ausgangspunkt für den Ferienflug und Businesstrip. Im neuen Parkhaus P3 stehen ab sofort rund 2.200 neue Stellplätze in nur fünf Gehminuten Entfernung zum Terminal zur Verfügung. Die Gesamtzahl der Parkplätze erhöht sich damit auf 9.000. Parallel zum Bau des neuen Parkhauses wurden die letzten Bauabschnitte der Renaturierungsmaßnahme Bucher Landgraben begonnen. Am Abschluss des Projekts steht das derzeit größte zusammenhängende Biotop im Nürnberger Norden.

Das neue Parkhaus P3 südlich des P1 kostete inklusive der Außenanlagen und veränderten Verkehrsführung rund 16,6 Millionen Euro. Es verfügt über sieben Ebenen. Das größtenteils aus Stahlbeton-Fertigbauteilen errichtete, 18 Meter hohe Gebäude ist mit einem Edelstahlgittergewebe verkleidet. Haupttreppenhaus und Wendeln haben eine offen geschuppte Glasfassade. „Beim Bau des neuen Parkhauses haben wir nicht nur auf die Funktionalität geachtet, sondern auch auf die Ästhetik Wert gelegt“, erklärt Flughafengeschäftsführer Karl-Heinz Krüger. „Denn das Parkhaus soll einen harmonischen Übergang zwischen der Flughafenwelt und dem umgebenden Knoblauchsland schaffen.“ Als Architekt des P3 zeichnete das rennomierte Nürnberger Architekturbüro Kappler verantwortlich.
Mit zwei großen Wendelrampen links und rechts der Nordflanke haben die Planer gleich mehrere Anforderungen an das neue Parkhaus erfüllen können: Das P3 ist unter anderem für die Passagiere des Touristikverkehrs konzipiert worden. Vor allem im Drehkreuzverkehr der Air Berlin kann es bei An- und Abreise zu Spitzen kommen. Um den hohen Stoßverkehr aufzufangen, wurden die beiden freistehenden Wendeln angelegt, von denen die eine nur zur Auf- und die andere zur Abfahrt dient; jeweils ohne Gegenverkehr. Zweispurige Einfahrtschneisen mit vorgelagerten, ebenfalls überdachten Zufahrtsschranken sollen zudem für eine Entlastung der Einfahrtssituation bringen. Auch an besondere Wetterlagen wurde bei der Planung gedacht: So wurde die Auffahrtswendel in den unteren Ebenen mit einer beheizbaren Fahrbahn ausgestattet, um das Anfrieren von eingebrachten Eis- und Schneeresten zu verhindern.
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Wie auch bei den anderen Parkhäusern verfügt das P3 über ein modernes Parkleitsystem. Eine großzügig bemessene Fahrgassenbreite sorgt zudem für den nötigen Komfort für die anreisenden Passagiere. Darüber hinaus existiert ein innovatives Fußgängerleitsystem, das die Sicherheit von Passanten gewährleistet. Solch ein System, das vom ADAC gefordert wird, gehört heutzutage nicht zum allgemeinen Standard bei Parkhäusern.
Begleitend zur Vermarktung des neuen Parkhauses wirbt der Airport Nürnberg weiterhin für die Anreise mit dem Öffentlichen Personennahverkehr: „Wir sind der einzige deutsche Verkehrsflughafen mit einer direkten Anbindung an das U-Bahnnetz und fördern sie seit ihrer Inbetriebnahme aktiv“, so Flughafengeschäftsführer Karl-Heinz Krüger. „Denn die U-Bahn ist als Infrastruktureinrichtung für den Airport Nürnberg sehr wichtig. Sie ist die schnellste Verbindung ins Stadtzentrum und zur Messe.“
Für Reisende, die auf den Pkw angewiesen sind, bietet das P3 eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots. Außerdem schafft das P3 nicht nur neue, hochwertige Parkmöglichkeiten, sondern stellt einen notwendigen Ausgleich dar: Denn durch den Platzbedarf des Renaturierungsprojekts Bucher Landgraben fielen rund 1.700 Parkplätze weg.
„Ein großes Stück Grün in der Stadt, ein Erholungsraum für Tiere und Pflanzen, ein beliebtes Naherholungsziel – der Airport Nürnberg setzt neue Maßstäbe im sensiblen Umgang mit Umland und Natur und schafft ein ausgedehntes Freizeitrefugium für Spaziergänger und Radfahrer“, umschreibt Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger das Projekt Bucher Landgraben. Die Bauarbeiten umfassen die Rückversetzung des Grabens in einen naturnahen mäandernden Bachverlauf, Regenrückhaltebecken, mehrere Aussichtsplattformen und Brückenbauwerken. Zur Landschaftsmodellierung werden unter anderem Hügel links und rechts des Grabenverlaufs aufgeschüttet.
Städtebaulich-gestalterisches Ziel dieser Maßnahme ist es – ebenso wie beim Parkhaus P3 –, den Bruch zwischen traditioneller Landwirtschaft und dem Hightech-Standort Flughafen aufzulösen und dem Flughafen ein landschaftsarchitektonisch gestaltetes Vorfeld zu schaffen. Bei der Planung für die naturnahe Umgestaltung wurden die Themen Ökologie, Wasserwirtschaft und städtebauliche Gestaltung zu gleichen Teilen integriert.
Die Renaturierung des gesamten Bachverlaufs auf Flughafengelände kostet rund 3,3 Millionen Euro und umfasst eine Ausdehnung von zwei Kilometern vom Regenrückhaltebecken Ziegelstein im Osten bis zum Übergang in den „alten Graben“ westlich der Irrhainstraße.

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