Reiseblog

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Vier Tage in Budapest

Jana Meyer, Tina Dereser - 13. Februar 2017

Tag 1: Auf nach Budapest!

Vom U-Bahnhof von Schoppershof dauert es sieben Minuten bis zum Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg. Hier geht es jeden Abend mit einem Direktflug nach Budapest. Perfekt um nach der Uni oder der Arbeit ein Wochenende in der Stadt der Brücken zu verbringen.

An einem Schalter in der Ankunftshalle wechselt ein freundlicher Mitarbeiter Euro in die ungarische Währung Forint und gibt direkt noch ein paar Reisetipps mit auf den Weg.

Dank dem Online-Check-In und dem reibungslosen Ablauf bei der Sicherheitskontrolle reicht es eine Stunde vor Abflug am Flughafen zu sein. Auch hier freut sich das Personal, den Reisenden ein paar Informationen über Budapest vermitteln zu können. Wenn man ein wenig mehr Zeit mitbringt, bietet die kostenpflichtige Dürer-Lounge einen Ort, um vor seinem Flug zu entspannen. Edle Glasflächen, bequeme Ledersessel, eine Bar mit sämtlichen Getränken, von Wasser, Säften, Bier, Sekt, Wein über Cola, Fanta oder Sprite bis hin zu einer großen Kaffeeauswahl, Snacks, Brezeln und Gemüsesuppe, laden zum Verweilen ein.

Es geht los!

Nach einem Flug, der nicht viel länger als eine Zugfahrt von Nürnberg nach München dauert, setzt das Flugzeug schon wieder zur Landung an. Budapest begrüßt seine Gäste schon aus der Luft hell erleuchtet. Nur das schwarze Band der Donau durchbricht das Lichtermeer. Der Flughafen liegt etwas außerhalb, doch für die halbstündige Taxifahrt ins Zentrum zahlt man umgerechnet zwanzig Euro. Verglichen mit den Preisen in Deutschland, wird deutlich, dass Budapest um einiges günstiger ist. Um Geld zu sparen bietet es sich ebenfalls an, sich vor der Reise private Unterkünfte bei Airbnb anzuschauen.

Um sich nach der kurzen Reise zu stärken, bietet Budapest auch am Abend eine Menge Möglichkeiten. Die Bars und Restaurants haben bis spät in die Nacht geöffnet. Der erste Eindruck der Stadt ist überwältigend. Eine Fülle alter Gebäude, die in ein wunderbares Licht getaucht sind, leuchtende Brücken und altmodische Straßenbahnen machen das Stadtbild aus. Dazu kommt ein reges Nachtleben, bei dem Einheimische und Touristen aus der ganzen Welt zusammenkommen und feiern. 

Zufrieden, satt, aber müde gehen wir schlafen und freuen uns auf morgen und Budapest bei Tag.

Tag 2: Market Hall

Zum Start ins Wochenende stärkt es sich am besten mit einem Kaffee und einem ausgedehnten Frühstück. Gleich neben der Market-Hall von Budapest befindet sich eine Touristeninformation, die in einem gemütlichen Ambiente ein spottbilliges Frühstück, bestehend aus einem Rührei und einer reichlichen Portion French Toast, anbietet. Die Lokation ist sehr gemütlich. Flyer, kleine Büchlein und Stadtpläne liegen auf den Tischen aus. Perfekt, um erste Ideen für den Tag zu sammeln.

Leckeres Obst in Hülle und Fülle

Es bietet sich an, als Erstes in die Market-Hall direkt neben dem Café zu sehen. Eine riesige Halle mit zwei Etagen. Im Erdgeschoss finden Einheimische und Touristen frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Käse und Gewürze für den täglichen Gebrauch. Im zweiten Stock werden vor allem Souvenirs verkauft. Taschen, Geldbeutel, Geschirr, T-Shirts, Topflappen, Magneten, Postkarten - einfach alles, was das Touristenherz höherschlagen lässt.

Wir schlendern durch die Gänge, lassen uns von den vielen Eindrücken und dem internationalen Publikum berieseln.

Tag 2: Weihnachtsmarkt

Es kann passieren, dass das Wetter bei einem spontanen Trip nicht so mitspielt wie gewünscht. In Budapest, bekannt als Stadt der Bäder, kann sich der Besucher über einen Regentag aber dennoch freuen. Die Stadt ist bekannt für seine Thermalquellen, die schon vor zweitausend Jahren von römischen Legionssoldaten genutzt wurden. Viele Bäder strahlen bis heute einen alten Charme aus, der nirgendwo anders zu finden ist. Kultur und Entspannung. Allen, die sich für Wellness nicht ganz so begeistern können bietet Budapest bei Regenwetter viele Museen und Ausstellungen, Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Restaurants, um den Tag im Trockenen zu verbringen.

Etwas ungewöhnlich: Kochen mit dem Bügeleisen

Beim Bummeln durch die Stadt kommt man nicht umhin auf eine der zwölf Brücken zu treffen, die Pest und Buda verbinden. Pest ist der Stadtteil, in dem sich das Leben abspielt und in dem sich ab November unter anderem auch der Weihnachtsmarkt von Budapest befindet. Hier ist es richtig mittelalterlich. Überall riecht es nach deftigem Essen, große Glühweinkübel rauchen und es duftet nach Mandeln, Feuer und Brotsuppe. Auch abseits der Weihnachtsmarktbuden lässt sich das Leben in Pest in allen Zügen genießen. Ein Café reiht sich ans nächste, der überwiegende Teil davon mit Außenbestuhlung. Selbst bei schlechtem Wetter lässt es sich unter den Heizstrahlern gemütlich sitzen.

Immer mal wieder Kraft tanken, bevor unsere Entdeckungstour weitergeht, schadet nicht.

Tag 3: Budapests Sehenswürdigkeiten

Buda ist bekannt für seine vielen Sehenswürdigkeiten und Hügel, von denen man einen freien Blick auf beide Stadtteile hat. Alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, bequem von A nach B zu gelangen. Die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen wird trotz geringer Preise auf Dauer kostenintensiv. Denn hier bezahlt man nicht pro Fahrt in eine Richtung, sondern pro Reiseabschnitt. Das heißt, bei jedem Umsteigen muss eine neue Fahrt gelöst werden. Die Budapest-Card ist da eine gute Alternative. Die günstigste Variante kostet 33,- Euro, ist 72 Stunden lang gültig, ermöglicht viele Vergünstigungen und bietet kostenloses Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Statue von König Stephan

Die beste Variante Budapest zu entdecken ist das „Hop on Hop off“. Für 22 Euro bekommt man ein Ticket, das 24 Stunden gültig ist. Der Bus hält an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Ein Audioguide erzählt dabei alles Wichtige über die Stadt. Man kann an jeder Station aus- und einsteigen. Man hat also die Möglichkeit, die Route innerhalb von zwei Stunden abzufahren und sich alles aus dem Bus anzusehen oder man steigt aus und bestimmt das Tempo selbst. Dank einem beiliegenden Gutscheinheft bekommt man überall in der Stadt Vergünstigungen. Zwei Bootstourtickets sind auch noch inklusive.

So viel zu sehen, zum Glück sind wir mit dem Sightseeingbus unterwegs und verpassen nichts.

Tag 3: Abendessen und Nachtleben

Zu einem Städtetrip gehört es, das Nachtleben der Stadt zu erkunden. Budapest hat in den letzten Jahren eine bestimmte Barkultur entwickelt. Studenten gründeten den ersten Ruin Pub. Ungenutzte Gebäude jeder Art werden zu provisorischen Bars umfunktioniert, in denen das Bier nicht viel kostet und die Leute zusammenkommen. Für Zugezogene der erste Anlaufpunkt um Kontakte zu knüpfen, für Einheimische ein Treffpunkt und für Touristen die perfekte Station, um den Abend bei einem gemütlichen Bier ausklingen zu lassen. 

Wir haben einen kleinen Gruß in der Paper Bar gelassen

Zu einem Partyabend gehört ebenso ein reichhaltiges Essen. Kein Problem in einem Land, das für eine gute Küche berühmt ist. In Budapest kann in den Bars, in denen am Abend gefeiert wird, vorher gut gegessen werden. Es empfiehlt sich aber, ein typisch ungarisches Restaurant zu besuchen. Vergeblich sucht man auf den Speisekarten nach etwas Leichtem. Deftiges Essen wie der berühmte ungarische Gulasch, frittierter Zander, Balaton, Paprikahähnchen mit Schomlauer Nockerln und zum Nachtisch Palatschinken ist in Ungarn traditionell. 

Für umgerechnet 22 Euro sind wir zu zweit nicht nur sehr satt geworden, es hat auch unglaublich lecker geschmeckt, ein guter Start in den Abend

Tag 4: Rückreise nach Nürnberg

Der Rückflug am Montag nach Nürnberg ist spätabends. Es ist also genug Zeit, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen zu fahren. Eine gute Möglichkeit, um das restliche Forinter Kleingeld auszugeben. Nach einer lauten und rumpeligen kurzen Fahrt mit der U-Bahn und einer etwas längeren Busfahrt kommt man ohne Schwierigkeiten am Flughafen Budapest Liszt Ferenc an. Das Flugzeug von Ryanair ist voller müder Touristen und alle sind froh über den kurzen Rückflug. Obwohl es in Nürnberg schon Nacht ist, fährt direkt eine U-Bahn, die uns schnell nach Hause bringt.

Vollgestopft mit Erlebnissen und froh wieder gut zu Hause angekommen zu sein verabschieden wir uns voneinander und freuen uns auf das heimische Bett

Tinas und Janas Reise als Video


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